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Zahnärztin Xenja Walendy im Interview

Für Xenja Walendy und ihr Team ist Athena als digitale Assistenz im Praxisalltag nicht mehr wegzudenken. In den ersten beiden Teilen unseres Interviews verriet die Zahnärztin und Fachzahnärztin für Oralchirurgie, wie sie mithilfe der Athena-App ihre Praxis digitalisieren konnte und wie die technische Implementierung ablief. Zum Abschluss stellt sie uns ihre absoluten Lieblingsfunktionen in der Athena-App vor.

Frau Walendy, welche Funktionen Ihrer digitalen Assistenz sind für Sie besonders wichtig und warum?

Es gibt zwei Funktionen, die für mein Team und mich ganz besonders wertvoll sind. Zum einen das individuelle Anpassen der Anamnese- und Aufklärungsbögen, zum anderen die Bearbeitung eigener Röntgenaufnahmen auf dem iPad. Da ich 2018 eine Praxis übernommen habe, gab es bereits einen Patientenstamm, für den ich ein separates Anamneseformular erstellen konnte. Im Formular für den Patientenstamm meines Vorgängers wird abgefragt, ob ich die bereits vorhandenen Patientendaten verwenden und übernehmen darf. So bin ich in Sachen Datenschutz auf der sicheren Seite.

Neue Patient:innen verwenden das Standardformular, das in sieben verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht. Auch hier kann ich jederzeit Elemente des Formulars anpassen und hinzufügen. In der Athena Hilfe finden mein Team und ich dafür leicht verständliche Anleitungen. Die finale Auswertung der Anamnesebögen wird, auch wenn eine anderssprachige Version ausgefüllt wurde, auf Deutsch im DS-Win hinterlegt. Das ist besonders in einer multikulturellen Stadt wie Frankfurt am Main ein absoluter Pluspunkt für Patient:innen und Praxis.

Und warum bearbeiten Sie Ihre Röntgenaufnahmen auf dem iPad?

Als Fachzahnärztin für Oralchirurgie ist es mir besonders wichtig, meine Patient:innen ausführlich aufzuklären. Oralchirurgische Eingriffe sind für Laien nicht ohne Weiteres verständlich. Eine professionelle Aufklärung sorgt daher auf beiden Seiten für mehr Sicherheit und Vertrauen. In der Athena-App enthaltenes Video- und Bildmaterial hilft mir schon ungemein dabei, meine Patient:innen aufzuklären.

Noch individueller wird das Aufklärungsgespräch mit eigenen Röntgenaufnahmen – schließlich ist jeder Fall anders. Die Röntgenaufnahmen mache ich in meiner Praxis und sie werden direkt an die Athena-App übertragen. Auch für diese Funktion gibt es eine Schnittstelle mit dem DS-Win, die ich nur einmal aktivieren musste. Auf dem iPad kann ich die Aufnahmen den Patient:innen zeigen und sie über den Bildeditor mit eigenen Zeichnungen ergänzen. So fühlen sich meine Patient:innen bestens informiert. Gleichzeitig stehen mir Aufklärungsbögen, die ebenfalls über den Athena-Editor anpassbar sind, für jeden Eingriff zur Verfügung. Das sorgt für eine rechtskonforme Aufklärung, denn das automatisch erstellte Protokoll lasse ich mir von meinen Patient:innen unterschreiben. So kann ich mir absolut sicher sein, dass ich sie bis ins Detail aufgeklärt habe.

Digitale Aufklärung und Anamnese für Zahnärzte

Athena unterstützt Zahnärzt:innen und Praxisteams als digitale Assistenz: Die App automatisiert einen Teil der Praxisverwaltung, bietet eine rechtskonforme Aufklärung und liefert Patient:innen die Möglichkeit, Anamnesedaten angenehm von zu Hause aus zu erfassen. Kurz: einfach, papierlos, automatisch.

Interview Update mit Dr. Lilly Qualen

Im Magazin „dentalfresh“ (Oemus Media AG) beantwortet die Praxisgründerin Dr. Lilly Qualen regelmäßig Fragen rund um Leben, Lieben und Arbeiten als selbständige Zahnärztin und frischgebackene Mutter. Lesen Sie hier einen Auszug aus der Ausgabe 3-2021.

Realitätscheck: Lief der Wiedereinstieg nach deiner Babypause wie geplant?

Um es kurz zu machen: Am Ende kommt immer alles anders, als man denkt. Schon kurz nach der Entbindung habe ich wieder stundenweise gearbeitet. Als Chefin eines siebenköpfigen Teams konnte ich nicht lange zu Hause bleiben. Also war ich jede Woche in der Praxis, wenn auch nicht am Behandlungsstuhl. Gestört hat es mich nicht, denn ich freue mich jeden Tag aufs Neue auf mein Team. In den ersten Wochen konnte ich von zu Hause aus viel erledigen, da ich per Remote-Verbindung auf mein Praxisverwaltungssystem zugreifen kann. E-Mails versenden, Termine organisieren oder die Abrechnung checken – alles lief gut. Nach acht Wochen zu Hause bin ich wieder täglich in der Praxis. Ich kann den kleinen Mann ganz entspannt mitnehmen. Das stört glücklicherweise weder ihn noch mich. Im Gegenteil: In der Praxis freuen sich alle, ihn endlich kennenzulernen […]

Wie waren die Reaktionen von deinen Patienten – und von deiner Community?

Unsere Patient:innen haben mir die kleine Auszeit durchweg gegönnt und mein Team hat mich super vertreten und die Zufriedenheit in der Praxis war weiterhin hoch. Unsere Community bei Instagram interessiert sich sehr für den Spagat zwischen Muttersein und Selbstständigkeit. Ich stehe jetzt vielen Kolleginnen, die einen ähnlichen Plan haben, mit meinen Erfahrungen zur Seite. Gleichzeitig bekomme ich hilfreiches Feedback von Kolleginnen, die diesen Weg selbst schon gegangen sind. Mein Fazit: Ja, es ist kompliziert, aber nicht unmöglich. Dabei kann ich nur immer wieder betonen: Ohne meine Familie und Praxisfamilie wäre das alles nicht möglich.

Quelle: „Nach der Babypause: Zurück im Praxisalltag − Q&A mit Lilly“, Dentalfresh (Oemus Media AG), 17. Jahrgang, September 2021, Seite 32, www.zwp-online.info

Gemeinsam mit Dampsoft auf Erfolgskurs

Dampsoft bietet nicht nur schlaue Lösungen für das digitale Praxismanagement − von Anamnese und Aufklärung bis Verwaltung und Abrechnung −, sondern auch wertvolle Unterstützung durch langjährige Erfahrungen mit Praxisübernahmen und Neugründungen, persönlichen Ansprechpartner:innen, Events für Existenzgründer:innen und ein starkes Partnernetzwerk. Schon startklar? Machen Sie den Anfang mit unserer Checkliste!

Angebote für Existenzgründer
Zahnärztin Xenja Walendy im Interview

Im ersten Teil des Interviews verriet uns Xenja Walendy, Zahnärztin und Fachzahnärztin für Oralchirurgie, wie sie ihre eigene Praxis von Anfang an digital aufgestellt hat. Doch eine Zahnarztpraxis führt man nicht allein! Neben ihrem Team, kann sich die Gründerin immer auf ihren Mann Bastian verlassen, der im Hintergrund administrative Aufgaben übernimmt.

Frau Walendy, Sie haben 2018 Ihre eigene Praxis in Frankfurt am Main gegründet. Welche Aufgaben geben Sie ab, um sich Ihren Patient:innen widmen zu können?

Eine eigene Praxis zu führen, bringt viele neue Aufgaben mit sich, in die man sich erst einmal einarbeiten muss. Schließlich hat man Zahnmedizin studiert, aber nicht unbedingt Betriebswirtschaft. Gerade in der Gründungsphase ist man darauf angewiesen, Aufgaben abgeben zu können. Ein großer Punkt für mich ist dabei die IT. Ich bin zum Beispiel eine super Handwerkerin, aber von Elektrik lasse ich – genau wie von IT-Aufgaben – lieber die Finger. Daher habe ich einen Techniker, der dafür sorgt, dass die Praxis-IT immer funktioniert. Mein Mann Bastian ist für die Administration im Hintergrund zuständig. Er installiert zum Beispiel alle DS-Win General-Updates und hat Athena für die Praxis eingerichtet.

Und wie lief die Einrichtung der Athena-App?

Bastian hat Athena ganz einfach selbst installiert und eingerichtet. Er konnte Schritt für Schritt den Online-Anleitungen dazu folgen. Als es um das Aufsetzen unserer eigenen Formulare, wie zum Beispiel der Anamnesebögen ging, stand er in Kontakt mit dem Kundenservice, der ihm schnell weiterhelfen konnte. Ich konnte mich da komplett rausziehen. Mittlerweile gebe ich ihm nur Bescheid, sobald ich per Mail den Hinweis bekomme, dass ein neues Athena-Update zur Verfügung steht. Er ist jeden Freitag in der Praxis, um sich der Buchhaltung zu widmen und macht dann das Update gleich mit.

Wie wird die digitale Aufklärung und Anamnese im Praxisalltag angenommen?

Für meine Kolleg:innen, Patient:innen und mich ist der Umgang mit Athena selbstverständlich geworden. Sobald Athena eingerichtet war, lief der Übergang von Papier zu digitalen Dokumenten super einfach. Denn die Bedienung über das iPad funktioniert intuitiv und die Übertragung wichtiger Daten ins DS-Win läuft ganz automatisch und sicher über die Athena-Box.

Nicht verpassen: Im dritten Teil des Interviews, das im Oktober erscheint, stellt Xenja Ihre absoluten Lieblings-Funktionen der Athena-App vor.

FAQ – Implementierung und Datensicherheit

Die Zahnarztpraxis bzw. Ihr Techniker nimmt die Installation mithilfe der Anleitung selbst vor. Per Remote-Schulung gibt es für Sie eine Einweisung in die Produktfunktionen.

Die Athena-App wird mittels der Athena-Box an Ihr Praxisnetzwerk angebunden. Ihre aktuellen Patientendaten werden nach der Anbindung automatisch vom DS-Win an Athena übertragen. Gleichzeitig stehen Ihnen alle Dokumente und Risikofaktoren aus der Athena-App im DS-Win zur Verfügung.

Ja, alle Patientendaten und Formulare werden automatisch und sicher über einen kleinen Server (die Athena-Box) mit Ihrem DS-Win synchronisiert. Dokumente werden auf ihrem iPad verschlüsselt, sodass Sie diese bei Bedarf passwortgeschützt per Mail an den Patienten versenden können.

Nein, alle Patientendaten werden nur im internen Netzwerk zwischen iPad und Athena-Box umhergeschickt. Allerdings ist für die Versendung der Anamnesebögen ein Internet-Zugang und ein E-Mail-Konto notwendig.

Ja, alle Standard-Dokumente sind in sieben Sprachen verfügbar und können einfach und individuell im Formular-Editor angepasst werden.

 

Interview Update mit Dr. Lilly Qualen

Dr. Lilly Qualen hat mit 26 Jahren den Sprung ins kalte Wasser mit eigener Praxis gewagt. Im Magazin „dentalfresh“ (Oemus Media AG) beantwortet sie regelmäßig Fragen rund um Leben, Lieben und Arbeiten als selbständige Zahnärztin und frischgebackene Mutter. Lesen Sie hier einen Auszug aus der Ausgabe 2-2021.

Hand auf Herz und Bauch: Passen Kinderwunsch und eigene Praxis zusammen?

Ich halte es wie Pippi Langstrumpf: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“ Am Ende kommt alles, wie es kommen soll. Trotzdem braucht es Planung, ganz klar. Wenn man plötzlich schwanger ist, muss es schnell gehen. Neun Monate sind kürzer als man denkt. Ohne Vertretung ist man auf dicke Finanzpolster angewiesen – und wer hat die schon nach der Praxisgründung? Zum Glück habe ich eine tolle Kollegin über mein Netzwerk gefunden. Seit dem 1. Januar 2021 ist sie mit im Boot und konnte sich bereits einarbeiten.

Was hast du sonst noch für die Babypause vorbereitet?

Ich habe im Grunde den Einzug von beiden Babys vorbereitet – meinem „richtigen“ Baby und meinem „Praxis-Baby“. Beispielsweise musste ich mit Erschrecken feststellen, dass mein alter Laptop nicht gerade Homeoffice-tauglich ist. Meine erste Investition für die Babypause waren also weder Babybettchen noch Wickeltisch, sondern ein neuer Laptop. Dank einer VPN-Schnittstelle kann ich auch von zu Hause auf meine Praxisverwaltungssoftware von DAMPSOFT zugreifen. Auf diese Weise bin ich aus der Ferne mit dabei. Wie lange genau ich zu Hause bleiben werde, weiß ich selbst noch nicht. Geplant ist eine entspannte Zeit zu Hause, die in einen „Soft-Start“ mit verkürzter Stundenzahl übergehen soll. Mein Partner geht in Elternzeit, meine Familie wohnt nebenan – ich habe also auch während des Mutterschutzes schon viel privates Back-up, sollte das „Praxis-Baby“ mal nach mir schreien […]

Quelle: „Zwischen Praxis und Babypause – Q&A mit Lilly“, Dentalfresh (Oemus Media AG), 17. Jahrgang, Juni 2021, Seite 18, www.zwp-online.info

Angebote für Existenzgründer
Zahnärztin Xenja Walendy im Interview

Xenja Walendy, Zahnärztin und Fachzahnärztin für Oralchirurgie, behandelt seit 2018 in ihrer eigenen Praxis in Frankfurt am Main. Sie hat sich neben der Verwaltungs-Software DS-Win für die digitale Anamnese und Aufklärung mit der Athena-App entschieden. Im Interview verrät sie, warum von Anfang an feststand: In meiner Praxis wird digital gearbeitet!

„Ich wollte herausfinden, ob mein Kindheitstraum, Zahnärztin zu werden, mehr als nur ein Traum ist.“

Frau Walendy, Sie haben Anamnese und Aufklärung Ihrer Patienten bereits zum Praxisstart in Ihren Arbeitsalltag integriert. Was hat Sie dazu bewogen?

Das war eine gemeinsame Entscheidung meines Praxis-Teams und mir. Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) gemacht. Ich wollte herausfinden, ob mein Kindheitstraum, Zahnärztin zu werden, mehr als nur ein Traum ist. Zur Zeit meiner Ausbildung wurden die Daten aller Patient:innen handschriftlich in Karteikarten vermerkt und Dokumente oder Röntgenbilder in verschiedene Ordner ein- und aussortiert. Der ganze Papierkram hat immer eine Menge Zeit und Nerven gekostet. Also habe ich meine Mitarbeiter:innen direkt in die Entscheidung eingebunden und gefragt, ob sie sich vorstellen können, dass Athena uns als digitale Assistenz den Arbeitsalltag erleichtert. Und es war sehr schnell klar: Ja, Athena ist eine echte Unterstützung.

Wie ist die digitale Anamnese in Ihren Praxisalltag eingebunden?

Mit Athena ist die Anamnese vollständig digitalisiert. Das spart Zeit und Ressourcen. Ein Beispiel: Wir benötigen, da wir eine Praxis übernommen haben, zwei verschiedene Anamnesebögen: einen für neue Patient:innen und einen für Patient:innen, die bereits bei meinem Vorgänger waren. Dank Athena, muss mein Team nicht erst nachfragen, welcher Bogen benötigt wird und diesen ausdrucken. Die Patient:innen wählen das entsprechende Dokument auf dem iPad aus und geben das iPad nach dem Ausfüllen wieder ab. Die Daten werden automatisch ins DS-Win übertragen. Nach einem langen Tag liegen keine Dokumente mehr in der Ablage, die noch händisch in das Verwaltungssystem eingetragen werden müssen. Dank der direkten Übertragung ins DS-Win, kann ich eine coole Chefin sein, die ihr Team auch mal eine Stunde früher nach Hause schickt, sobald alle Termine durch sind. Der Verwaltungsaufwand ist einfach deutlich reduziert.

Und wie reagieren die Patient:innen auf das digitale Ausfüllen des Ananmnesebogens?

Das Ausfüllen über das iPad klappt super und die Patient:innen sind begeistert von meinem professionellen Praxisauftritt. Sogar bei älteren Patient:innen funktioniert der Umgang mit dem iPad und der App ganz intuitiv. Ein Vorteil für die ältere Generation ist auch, dass sie Texte und Bilder auf dem iPad vergrößern können. In meiner Zeit als ZFA musste ich häufiger beim Ausfüllen der Anamnesebögen helfen, wenn Patient:innen zum Beispiel ihre Brille vergessen haben oder die Schrift zu klein war. Heute benötigen die Patient:innen nur sehr selten Unterstützung beim Ausfüllen.

Warum ist Ihnen eine anschauliche Aufklärung Ihrer Patienten ganz besonders wichtig?

Als Oralchirurgin ist es mir extrem wichtig, meine Patient:innen bestmöglich zu beraten und aufzuklären. Ich erkläre ganz genau, welche Behandlungsoptionen es gibt und wie der Eingriff Schritt für Schritt ablaufen wird. Die Athena-App ist eine Unterstützung in meinem Arbeitsalltag, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Bevor ich meine eigene Praxis übernommen hatte, habe ich meine Patient:innen an meinen Schreibtisch gesetzt, um ihnen zum Beispiel Röntgenaufnahmen zu zeigen.

„Die Athena-App ist eine Unterstützung in meinem Arbeitsalltag, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.“

Heute kann ich auf Athena zurückgreifen und habe jede Menge Video- und Bildmaterial, dass ich mit eigenen Aufnahmen ergänzen kann und in der App bearbeite. Gleichzeitig protokolliert Athena mein Aufklärungsgespräch automatisch. Auch praktisch: Meine Patient:innen und ich unterschreiben das Protokoll direkt auf dem iPad. Das PDF-Dokument schicke ich meinen Patient:innen im Nachgang, damit sie zu Hause etwas Handfestes zum Nachlesen haben. So sind beide Seiten auf der sicheren Seite.

Und wie reagieren Ihre Patient:innen auf die Aufklärung mithilfe der Athena-App?

Die Beratung ist dank der anschaulichen Bilder und Videos einfach viel leichter verständlich für die Patient:innen. Sie kennen in der Regel nicht die medizinischen Fachbegriffe. Dank Athena können sie viel leichter nachvollziehen, was bei der Behandlung passieren wird. Das gibt besonders Angstpatient:innen ein Gefühl von Sicherheit und stärkt das Vertrauen zur mir als Zahnärztin. Meine Patient:innen wissen immer genau, was auf sie zukommt. Die informativen Bilder und Videos, die ich mit eigenen Aufnahmen ergänzen und auch in der App bearbeiten kann, kommen durchweg positiv an.

Nicht verpassen: Im zweiten Teil des Interviews, das im August erscheint, berichtet Xenja von ihrem Mann, der sie bei der technischen Implementierung der Athena-App unterstützt hat und ihr im Praxisalltag den Rücken frei hält.

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Im letzten Teil des Interviews mit Maximilian Voigt, Ansprechpartner für Existenzgründer bei Dampsoft, spricht Gründerin und Zahnärztin Dr. Lilly Qualen über Herausforderungen in Sachen Marketing, Personalsuche und Qualitätsmanagement auf ihrem Weg zur eigenen Praxis. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Interview, das in der „dentalfresh“ 4-2020 erschienen ist.

„Man sollte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl haben müssen, alleine dazustehen.“

Dr. Qualen, nach welchen Kriterien haben Sie die Ausstattung Ihrer Praxis ausgewählt?

Es gibt die drei Grundkriterien „Kosten, Design und Funktionalität“, die jeder Zahnarzt bei der Anschaffung abwägen muss. Zunächst habe ich mich bei der Zahnärztekammer über alle baulichen und hygienischen Anforderungen informiert. Da gibt es Grundsätzliches, das man braucht, wie die Instrumentenaufbereitung. Hier darf man nicht am falschen Ende sparen, weshalb Gebrauchtgeräte für mich nicht infrage kamen. Andere Gerätschaften wie ein Anmischgerät müssen für mich nicht nagelneu sein, die funktionieren viele Jahrzehnte einwandfrei. Bei den Behandlungseinheiten ha-be ich auf meine Erfahrung zurückgegriffen: In der Universität hatten wir tolle Behandlungsstühle, die ich dann auch für meine eigene Praxis angeschafft habe. Dabei standen für mich Funktionalität und Design über den Kosten, denn hier sitzen meine Patienten und ich den ganzen Tag (…)

Stichwort „Mitarbeiter“: Wie sind Sie die Personalsuche angegangen?

Die Personalsuche war eine größere Herausforderung. Hier hat mir mein Netzwerk an Kollegen sehr geholfen. Ich weiß, dass ältere Kollegen früher Dutzende Bewerbungen bekamen und aussortieren konnten. Das ist heute nicht mehr so. Es muss definitiv daran gearbeitet werden, dass der Beruf der ZFA wieder attraktiver wird.

In Ihrer Praxis herrscht eine Du-Mentalität. Ist der freundschaftliche Umgang eine Stärke Ihres Teams?

Die Stärke eines Teams entsteht nicht dadurch, ob man sich duzt oder siezt. Das hat keinen Einfluss, wenn man menschlich miteinander klarkommt. Für mich war das Du eine ganz klare Sache, weil meine Mitarbeiterinnen genauso alt sind wie ich. Da wäre es mir komisch vorgekommen, wenn wir uns siezen. Ich brauche das auch nicht für mein Ego, dass ich die „Frau Dr.“ bin. Viel wichtiger als die Anrede ist der Umgang miteinander. Mittlerweile bekomme ich Initiativbewerbungen, weil die Helferinnen natürlich auch ihr Netzwerk haben und ein guter Arbeitsplatz sich schnell herumspricht (…)

Sie sind auf Instagram sehr präsent. Hatten Sie von Anfang an ein Marketingkonzept?

Nein, gar nicht. Wir haben uns eher auf Mund-zu-Mund-Werbung verlassen.

Das ist unterm Strich auch das Erfolgreichste, oder?

Das stimmt. Aber es kamen auch im zweiten Jahr noch neue Patienten, die sagten: „Ich wusste gar nicht, dass hier eine Praxis ist. Wenn ich das vorher gewusst hätte!“ Wir haben uns unseren Stand erarbeitet. Es gibt einen guten Internetauftritt, was wichtig ist, um gefunden zu werden. Dafür gibt es Experten, die sich um so etwas kümmern. Eine gute Website mit ansprechenden Bildern ist die halbe Miete, um in der Region gefunden zu werden.

Dann aber entschieden Sie sich, Social-Media-Kanäle zu nutzen. Warum?

Hier kann man besonders die jüngeren Generationen erreichen oder auch internetaffine Menschen. Man hat hier die Möglichkeit, einen persönlichen Eindruck der Praxis zu vermitteln, was so-wohl für die Patienten als auch für die Mitarbeitergewinnung von Vorteil ist. Auch für die Patientenbindung. Facebook sehe ich eher als informativen Kanal, auf dem ich zum Beispiel über Öffnungszeiten, neue Materialien oder Behandlungsspektren berichte. Instagram bietet Raum für Emotionales oder den Zahnarztalltag. Hier sehen die Patienten auch die persönliche Seite des Behandlers oder der Mitarbeiter. Aber auch ganz einfache Dinge: Wie sieht die Praxis aus? Wie ist die Stimmung dort? Man kann über Social Media viele Informationen transportieren, was zum Beispiel für Angstpatienten sehr hilfreich sein kann, denn sie haben die Möglichkeit, schon im Vorfeld einen Eindruck zu gewinnen. Auch wichtig finde ich den Input über Zahnmedizin, den wir über Social Media für Studierende oder Assistenzärzte weitergeben können. Kanäle wie Instagram sind ja auch keine Einbahnstraßen. Hier bilden sich Communities und es findet ein Austausch statt (…)

Haben Sie zum Abschluss einen ganz allgemeinen Tipp für Existenzgründer?

Das Wichtigste bei der Praxisgründung ist: Man sollte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl haben, mit allem alleine dazustehen. Man kann alleine gründen, aber man sollte sich immer auch auf ein Back-up in Form von Businesspartnern, Kollegen oder Familie berufen. Ganz allein wird es nicht klappen. Man braucht einfach Unterstützung bei allen möglichen fachlichen und persönlichen Themen (…)

WEITERE INFORMATIONEN

(Quelle: Voigt, Maximilian, „Man sollte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl haben müssen, alleine dazustehen“, Dentalfresh (Oemus Media AG), 16. Jahrgang, September 2020, Seite 32 bis 34, www.zwp-online.info)

Im ersten Teil des Interviews berichtete Dr. Lilly Qualen, wie sie mit gerade einmal 26 Jahren ins kalte Wasser gesprungen ist und ihre eigene Zahnarztpraxis ge­gründet hat. Seit ihrer Existenzgründung praktiziert sie erfolgreich in Niendorf/Timmen­dorfer Strand. Mit Maximilian Voigt, Ansprechpartner und Berater für Existenzgründer bei Dampsoft, spricht sie im zweiten Interview über Bedarfs- und Standortanalyse sowie rechtliche Herausforderungen und Finanzierungsfragen. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Interview, das in der „dentalfresh“ 3-2020 erschienen ist.

„Am Ende war es gut, dass ich mir alles selbst erarbeitet habe.“

Was waren für Sie die wichtigsten Pfei­ler bei der Existenzgründung?

Für mich war es extrem wichtig, ein sicheres Back-up zu haben: Kollegen, ehemalige Chefs, Freunde und Familie, die mein Vor­haben unterstützen. Wäre ich auf mich allein gestellt gewesen, hätte ich eher gezweifelt. Menschen, die mich unterstützt haben, mich daran erinnerten, warum ich das alles mache, waren genauso wichtig wie passende Räumlichkeiten, Liquidität, ein finanzieller Puffer, falls alle Stricke reißen, und ein klares Ziel vor Augen.

Sicherheit war also ein wichtiger Faktor. Worauf konnten Sie verzichten – und worauf definitiv nicht?

Worauf ich verzichten konnte, ist viel Urlaub, weil ich das tatsächlich gar nicht so sehr brauche. Natürlich brauche ich schon Ur­laub, aber ich sehne mich nicht so sehr da­nach. Dementsprechend hatte ich im ersten Jahr auch nur ganz wenig Freizeit. Worauf ich definitiv nicht verzichten kann, ist gutes Personal, das mich in meinem Vorhaben unterstützt. Das habe ich zum ersten Mal wirklich merken müssen, als eine Mitarbei­terin gegangen ist. Das ist aus meiner Sicht der Super-GAU. Generell kann ich also sagen: Ich verzichte lieber auf meine eigene Freizeit als auf ein gut eingespieltes Team. (…)

Was ist der Vorteil einer Neugründung im Gegensatz zu einer Praxisübernahme und wie wichtig ist die Standortanalyse?

Der größte Vorteil ist, dass alles, was in meiner Praxis steht, von mir persönlich aus­gesucht und teilweise schon erprobt wurde. Bei einer Praxisübernahme gibt es zwar schon einen Patientenstamm und eine Grundlage, aber auch Altlasten. Behand­lungsstühle, die vielleicht bald den Geist aufgeben, Zahnersatzgarantien und vieles mehr. Wenn bei mir etwas ausfällt, weiß ich genau, an wen ich mich zu wenden habe. Deshalb habe ich besonders darauf geach­tet, Anbieter aus der Region zu wählen, die bei Bedarf schnell erreichbar sind. Die Standortanalyse ist sehr wichtig. Ich habe zum Beispiel geschaut, wie viele Kollegen mit welchen Schwerpunkten sich in der Gegend niedergelassen haben. Wichtig ist auch die regionale Altersstruktur der Patienten, an der ablesbar ist, wie der Bedarf an Zahnärzten sich entwickeln könnte. Die Frage, die allem vorange­stellt ist: Was gibt der Standort her?

Rechtliches und Finanzen: Haben Sie hier externe Berater herange­zogen?

Ich habe alles selbst recherchiert oder mich durch Kollegen und mein Depot informiert. Das war teilweise sehr kompliziert, denn im Internet gibt es zum Beispiel keine Businessplan­vorlage zur Gründung einer Zahnarzt­praxis. Ich habe Zahlen im KZBV-­Jahrbuch recherchiert und versucht, alle Einnahmen und Ausgaben durch­zurechnen. Mein Bankberater brachte es gut auf den Punkt: ,,Es kann so lau­fen, es kann sich auch ganz anders entwickeln.“ Das ist halt das Risiko, das man tragen muss. Am Ende war es gut, dass ich mir alles selbst erarbeitet habe. So war ich gezwungen, mich detailliert mit meinem Profil, meinen Kompetenzen, meinem Konzept, den Risiken, den Markt- und Standort­analysen, aber auch mit Konkurren­zen und Zielgruppen wirklich ausei­nanderzusetzen. Das ist eine sehr gute Grundlage für alles Weitere.

WEITERE INFORMATIONEN

(Quelle: Voigt, Maximilian, „Am Ende war es gut, dass ich mir alles selbst erarbeitet habe“, Dentalfresh (Oemus Media AG), 16. Jahrgang, September 2020, Seite 46 bis 48, www.zwp-online.info)

 

INTERVIEW TEIL 3

Dr. Lilly Qualen eröffnete im April 2018 als damals jüngste Praxisgründerin – mit gerade einmal 26 Jahren – ihre eigene Zahnarztpraxis. Seitdem praktiziert Dr. Qualen erfolgreich in Niendorf/Timmendorfer Strand. „Die letzten zwei Jahre sind wie im Flug vergangen“, berichtet sie im Gespräch mit Maximilian Voigt, Ansprechpartner und Berater für Existenzgründer bei Dampsoft. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Interview, das im Juni 2020 in der „dentalfresh“ (Oemus Media AG) erschienen ist.

„Für mich ist eine reibungslos
funktionierende
Praxissoftware das Herzstück der Praxis.“

Dr. Qualen, können Sie uns kurz Ihre Praxisgründung schildern?

Der Zeitpunkt meiner Praxisgründung ergab sich eher zufällig. Ich bekam die Möglichkeit, meine Praxisräume in einem entstehenden Ärztehaus selbst mitzugestalten. Nach einigem Überlegen dachte ich: So eine Chance kommt nicht wieder! Am Ende war es eine Bauchentscheidung. Vom Richtfest über den ersten Termin mit der Bank bis hin zur Finanzierung passierte alles während meiner Assistenzzeit. Knapp ein Jahr vor Eröffnung war das Projekt in trockenen Tüchern. Zumindest auf dem Papier. Ich hatte so geplant, dass ich nach meiner Assistenzzeit noch genügend Ruhe finden würde, alle meine Pläne umzusetzen. Dann aber erkrankte mein Chef und ich vertrat ihn noch bis zum letzten Tag. Für mich hieß das: Ich habe viel nach Feierabend und an den Wochenenden gemacht, war oft auf der Baustelle vor Ort, da ich über jede Steckdose mitentscheiden durfte. Das war zwar alles sehr stressig, aber gleichzeitig ein toller Testlauf für mich als Chefin eines ganzen Teams.

Wann haben Sie begonnen, sich darüber zu informieren, was mit einer Existenzgründung einhergeht?

Richtig aktiv wurde ich ein Dreivierteljahr vor Praxiseröffnung. Ich unterhielt mich mit verschiedenen Banken und am Ende entschied ich mich dann für eine Bank, die bereits Praxisneugründungen be gleitet hat und deshalb auch das entsprechende Know-how besaß. Für mich ist es wichtig, starke Partner an meiner Seite zu haben. Den Businessplan habe ich zwei Wochen vor dem ersten Banktermin gemacht. Dafür habe ich im Internet recherchiert, wie das geht und welches Investitionsvolumen realistisch ist. Von der Bank erhielt ich dann außerdem eine Checkliste. Zusammen mit meinen Recherchen ergab das einen kleinen Fahrplan, an den ich mich gehalten habe. (…)

DAMPSOFT bietet mit Ihnen Unterstützung für potenzielle Existenzgründer an und initiiert einen regen gegenseitigen Austausch. Haben Sie selbst solche Netzwerk-Formate vermisst?

Ich hatte mein Staatsexamen mit 23 Jahren und war, nach der Assistenzzeit, dann die Erste, die eine Praxis gegründet hat. Daher konnten meine Kommilitonen eher von meiner Erfahrung profitieren. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn auch ich einen Pool aus jungen Kollegen oder einen jungen Qualitätszirkel um mich gehabt hätte. Diesen habe ich erst später auf Instagram gefunden. Auf die Idee, hier nach Antworten zu suchen, war ich während der Planung meiner Selbstständigkeit nicht gekommen. Mittlerweile bekomme ich viele Fragen von Existenzgründern, die anstelle ihren Bankberater oder ihr Depot zu kontaktieren, mich befragen. Sie wünschen sich den Rat von jemandem, der direkte Gründungserfahrungen gemacht hat – und das nicht schon vor Jahrzehnten, sondern erst vor einigen Jahren. Durch meine Zusammenarbeit mit DAMPSOFT kann ich den Mehrwert meiner Erfahrungen anbieten und ausbauen – dabei stehe ich als junge Praxisgründerin für Fragen und Antworten zur Verfügung und DAMPSOFT als Lösungsanbieter für die Verwaltung und Abrechnung in Zahnarztpraxen.

Wie wichtig ist für Sie eine Praxissoftware wie DS-Win?

Für mich ist eine reibungslos funktionierende Praxissoftware das Herzstück der Praxis. Wenn sie ausfällt, liegt in der Praxis alles brach. Bei uns läuft alles volldigitalisiert: DAMPSOFT ist für mich ein starker Partner, der immer ansprechbar ist. Die Software verbindet beispielsweise unser digitales Röntgen, verbindet uns mit dem Kartenlesegerät und auch die ganze Abrechnung ist digital. Deshalb ist die Praxisverwaltungssoftware das Schlüsselstück in unserer Zahnarztpraxis. (…)

(Quelle: Voigt, Maximilian, „Für mich ist eine reibungslos funktionierende Praxissoftware das Herzstück einer Praxis“, Dentalfresh (Oemus Media AG), 16. Jahrgang, Juni 2020, Seite 38 bis 40, www.zwp-online.info)

WEITERE INFORMATIONEN

 

INTERVIEW TEIL 2