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Steuerliche Hinweise im Zusammenhang mit Corona

Der Steuerberater Prof. Dr. Bischoff teilt in unserem Expertenbeitrag steuerliche Hinweise im Zusammenhang mit Corona. Sie erhalten wichtige Informationen zu Corona-Bonuszahlungen, Corona-Soforthilfe und eine Antwort auf die Frage, ob die Ausstellung von Impfzertifikaten in der Zahnarztpraxis zur Gewerbesteuerpflicht führt.

Haben Sie einen Corona-Bonus an Ihre Mitarbeiter ausgezahlt?

Die Auszahlungsfrist für die Sonderzahlung von bis zu 1.500 Euro, die Sie Ihren Beschäftigten in Anerkennung der Leistungen in der Corona-Krise steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen können, wird bis zum 31.03.2022 verlängert.

Wichtig ist, dass lediglich der Zeitraum der Auszahlung verlängert wird. Es ist nicht möglich, die 1.500 Euro mehrfach steuerfrei auszuzahlen! Eine Auszahlung ist jedoch pro Dienstverhältnis möglich, z. B. für Minijobber mit zwei Arbeitgebern.

Wurde Ihnen im Frühjahr 2020 Corona-Soforthilfe ausgezahlt?

Damit die Bundesländer im Jahr 2020 Corona-Soforthilfe schnell und unbürokratisch überweisen konnten, zahlten sie die Gelder auf der Grundlage von Schätzungen der Antragsteller aus. Da nicht alle Antragsteller die Unterstützung auch tatsächlich benötigten, fordern einige Bundesländer jetzt aktiv die Nachweise der Liquiditätsengpässe an, um auf diesem Hintergrund die Schlussabrechnungen stellen und entsprechende Rückzahlungen einfordern zu können. Es wird daher geraten, sich über die Corona-Sonderseiten des eigenen Bundeslandes zu informieren und die Rückmeldung zeitnah vorzunehmen.

Sind Sie Empfänger von Überbrückungshilfen I, II, III oder III Plus?

Und wurde im Rahmen der Antragstellung von der Bewilligungsstelle kein Nachweis über die Eigentümerverhältnisse der eingetragenen Personengesellschaft, PartG oder GmbH angefordert, muss die Eintragung ins Transparenzregister spätestens mit Vorliegen der Schlussabrechnung durch die meldepflichtige Gesellschaft erfolgt sein.

Die Meldefristen zum Transparenzregister für Unternehmen mit bisheriger Mitteilungsfiktion sind je nach Rechtsform gestaffelt vorgesehen:

  • AG, SE und KGaA bis 31.03.2022
  • GmbH, Genossenschaft, Partnerschaft bis 30.06.2022
  • alle anderen Fälle bis 31.12.2022

Stellen Sie in Ihrer Praxis Impfzertifikate aus?

Wenn Sie in Ihrer Praxis digitale Impfzertifikate für Impfungen ausstellen, die zuvor in einem Impfzentrum verabreicht wurden, erhalten Sie hierfür eine Vergütung. Diese Tätigkeit stellt aber keine gewerbliche Tätigkeit dar, so dass die Praxis hierdurch nicht als Ganzes gewerbesteuerpflichtig werden kann.

Bei der Ausstellung von Impfzertifikaten handelt es sich, wie das Bundesfinanzministerium in Abstimmung mit den Ländern festgestellt hat, um eine  Dokumentationsform, die untrennbar mit der eigentlichen Impfung verbunden ist. Dies gilt unabhängig davon, ob die eigentliche Impfung in der Praxis oder zuvor in einem Impfzentrum durchgeführt wurde.

Weitere wichtige Steueränderungen, neue Pflichten und aktuelle Fristen finden Sie hier:  Steueraenderungen 2022 – Prof. Dr. Bischoff & Partner (bischoffundpartner.de)

 

Steuerberater Prof. Dr. Bischoff

Gastautor und Steuerexperte Prof. Dr. Bischoff

Professor Dr. Johannes Georg Bischoff ist geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter der Prof. Dr. Bischoff AG, Steuerberatungsgsellschaft für Zahnärzte mit Sitz in Köln, Chemnitz und Berlin. Mehr als 120 Mitarbeitende betreuen und beraten bundesweit weit über 1.000 niedergelassene Zahnarztpraxen, zMVZ und Klinken in steuerlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen. Der in Ludwigshafen geborene Steuerberater lebt mit seiner Familie in Bergisch Gladbach und hat vier Kinder.

 

Steuern ins Jahr 2022 verschieben – Wie geht das?

Steuerberater Prof. Dr. Bischoff teilt in unserem Expertenbeitrag wertvolle Steuertipps zum Jahreswechsel. Sie erfahren, ob es sich für Sie lohnt zum Jahreswechsel Einnahmen und Ausgaben zu verschieben, um Ihre Steuerlast 2021 zu verringern und vor allem, wie es funktioniert.

Wenn Sie als Praxisinhaber Ihren Gewinn durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 (3) EstG ermitteln, können Sie zum Ende des Jahres Ihren Praxisgewinn durch das Verschieben von Einnahmen und Ausgaben verringern und damit auch Ihre Steuerlast für das Jahr 2021.

Es versteht sich von selbst, dass es sich hier nur um eine Steuerverschiebung, nicht um eine Steuerersparnis handelt. Erwarten Sie aber in 2022 geringere Einkünfte als in 2021 oder fehlt Ihnen in diesem Jahr einfach das Geld für eine Steuernachzahlung, dann kann ein Verschieben durchaus sinnvoll sein. Behalten Sie bei Ihren Überlegungen aber stets Ihre Praxisliquidität im Auge.

Rechnungen besser noch in 2021 bezahlen

Wenn Sie also genügend Geld auf dem Konto haben, überweisen Sie Rechnungen (z. B. Lieferanten- und Laborrechnungen) bereits vor dem 15.12.2021 (siehe Abb. 1). Damit erhöhen Sie Ihre Ausgaben für 2021 und senken den zu versteuernden Praxisgewinn. Ebenso können Sie Material, welches Sie für 2022 bestellt und jetzt bereits erhalten haben, vor dem 15.12.2021 überweisen, sowie die Januarmiete oder Versicherungsbeiträge für 2022.

Tipp: Bei Überweisungen oder Scheckzahlungen ist der Wertstellungstag maßgebend. Das ist der Tag, an dem Ihr Konto belastet wurde und nicht das Datum, an dem Sie die Überweisung ausgeführt haben

Steuern in 2022 verschieben

Einnahmen nach 2022 verschieben

Versenden Sie Ihre Abrechnungen so, dass Ihre Patienten erst nach dem 15.01.2022 bezahlen können. Auch hier ist die 10-Tages-Regel nach § 11 EStG zu beachten (s. Abb. 1)

Das gilt auch für Factoringgesellschaften (z.B. über das Factoring Cockpit von Dampsoft und BFS). Allerdings reicht es nicht aus, Ihrer Gesellschaft mitzuteilen, dass sie später überweisen soll. Denn bereits zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie über das Geld verfügen könnten, gilt es schon als Ihnen zugeflossen. Da die Verträge der Abrechnungsgesellschaften nicht alle gleich sind, können sich hier unterschiedliche steuerliche Konsequenzen ergeben. Schauen Sie also sicherheitshalber noch einmal nach oder fragen Sie Ihren Steuerberater.

Haben Sie noch freie Liquidität?

Dann prüfen Sie, ob Sie noch förderfähige Vorsorgeaufwendungen einzahlen könnten, um Ihre Steuerentlastung voll auszuschöpfen und gleichzeitig Ihre Altersvorsorge zu stärken. Als Entscheidungsgrundlage bietet Abb. 1. Fragen Sie hierzu einfach Ihren Steuerberater.

 

Gastautor und Steuerexperte Prof. Dr. Bischoff

Professor DR. Johannes Georg Bischoff ist geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter der Prof. Dr. Bischoff AG, Steuerberatungsgsellschaft für Zahnärzte mit Sitz in Köln, Chemnitz und Berlin. Mehr als 120 Mitarbeitende betreuen und beraten bundesweit weit über 1.000 niedergelassene Zahnarztpraxen, zMVZ und Klinken in steuerlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen. Der in Ludwigshafen geborene Steuerberater lebt mit seiner Familie in Bergisch Gladbach und hat vier Kinder.

Steuerberater Prof. Dr. Bischoff

 

Die Entscheidung für Zahnmediziner:innen, sich niederzulassen und selbstständig eine Praxis zu führen dürfte eine der wichtigsten und vor allem finanziell größten Entscheidungen im Leben sein. Daher sollte die Gründung oder Übernahme einer eigenen Zahnarztpraxis gut überlegt, inhaltlich sinnvoll und zielführend vorbereitet werden. Dr. Bernd Hartmann, Geschäftsführer der ieQ health GmbH & Co. KG, hat zehn Experten-Tipps zum Thema Existenzgründung zusammengestellt.

1. Der wichtigste Faktor für den Erfolg der eigenen Praxis

Bei allen Fragen rund um die Gründung oder Übernahme einer Zahnarztpraxis steht ein Erfolgsfaktor an erster Stelle: die Patient:innen! Alle Maßnahmen und Überlegungen sollten immer den Fokus auf die Patient:innen richten. Oder in einem Satz: Patient:innen sind nicht alles, aber ohne Patient:innen ist alles nichts.

Mehr dazu: Dr. Verena Freier beim GründerForum am 02.07.2021

2. Bauch schlägt Kopf – bei allen Entscheidungen ein gutes Gefühl

Egal, ob es sich um eine Personalentscheidung, den Kauf eines technischen Gerätes oder die Beauftragung eines externen Dienstleisters handelt: Sie sollten immer auf Ihr Bauchgefühl hören. Wissenschaftlich ist bewiesen, dass Bauchentscheidungen meist Kopfentscheidungen dominieren. Und das in der Regel zu Recht, denn eine Entscheidung sollte Ihnen immer ein gutes Gefühl geben. Viele Kolleginnen und Kollegen berichten, dass Bauentscheidungen meist die besten und vor allem richtigen Entscheidungen waren.

Mehr dazu: Dr. Verena Freier beim GründerForum am 02.07.2021

3. Frühzeitige Planung – keine Entscheidungen unter Druck

Je früher Sie sich im Vorfeld zu einer Niederlassung oder Übernahme entscheiden und diese Schritte langfristig vorbereiten, umso besser wird die Durchführung gelingen. Sie sollten alle Überlegungen in einem Businessplan formulieren. Hier spielen Sie alle Maßnahmen durch, die sich anschließend am Ende eines Businessplans im Finanzplan wiederfinden. Je mehr Gedanken Sie sich im Vorfeld machen, umso einfacher und besser können Sie mit unvorhergesehen Ereignissen umgehen. Und eins ist sicher: es passieren immer ungeplante Dinge!

Mehr dazu: Christian Brendel und Björn Papendorf beim GründerForum am 02.07.2021

4. Was wollen Sie, und was nicht?

Oft wird im Rahmen des Marketings gefragt, was Sie im Kern wollen und was genau Ihre Vorstellungen sind. Gründer:innen sind jedoch häufig mit der Frage überfordert, genau das in Worte zu fassen. Dabei können folgende Fragen helfen: Was wollen Sie auf keinen Fall? Was passt nicht zu Ihnen? Aus dieser negativen Abgrenzung bleibt meist genügend kreativer Freiraum, um damit Ihre Vorstellungen zu treffen.

Mehr dazu: Dr. Sebastian Schulz beim GründerForum am 02.07.2021

5. Den Erfahrungsschatz nutzen

Vielleicht die wichtigste Frage in der Diskussion mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen: Was waren die größten Fehler – was würde man mit der Erfahrung von heute im Rahmen der Gründung oder Niederlassung anders machen? Die Antworten geben wertvolle Hinweise auf was Sie achten sollten, um Fehler zu vermeiden.

Mehr dazu: Dr. Verena Freier beim GründerForum am 02.07.2021

6. Langfristig denken – auch bei den Verträgen

Verlieren Sie nie den Horizont aus den Augen: Die Selbstständigkeit ist kein Sprint, sondern viel mehr ein Marathon. Jeder erfolgreiche Abschnitt ist der Auftakt zum nächsten Schritt. Daher sollten Sie immer eine langfristige Strategie für die nächsten Jahre überlegen. Besonders wichtig: Denken Sie bei der Übernahme einer Praxis an alle relevanten Verträge – genau wie auch an die Verträge bei einer Neugründung. Sehr oft zeigen sich die inhaltlichen und anschließend die finanziellen Konsequenzen erst Jahre später – nur, weil zu Beginn wichtige Vertragsformulierungen fehlten, nicht bedacht oder sogar falsch verstanden oder interpretiert wurden.

Mehr dazu: Björn Papendorf beim GründerForum am 02.07.2021

7. Arbeitsteilung in der Zahnarztpraxis

Die ganze Welt funktioniert durch Arbeitsteilung. Auch wenn ein Allroundansatz eine interessante Überlegung ist, so ist in einer Zahnarztpraxis eine arbeitsteilige Organisation sinnvoll. Dies betrifft nicht nur die Zahnmedizin, sondern in besonderem Maße alle organisatorischen und inhaltlichen Fragen der Praxisführung: Finanzen, Qualitätsmanagement, IT, Personal, Marketing. Daher die Frage: Was muss man selbst machen, für welche Leistungen sind externe Dienstleister sinnvoller? Letztlich geht es um „Make or Buy“. Wichtig: In der Regel ist Ihre Arbeitsstunde deutlich teurer als von jedem externen Dienstleister.

Mehr dazu: Robert Filipovic beim GründerForum am 02.07.2021

8. Gegenteilstrategie – sei anders als die anderen!

Vielleicht die wichtigste Frage der Positionierung: Warum sollte sich ein:e Patient:in für Ihre Praxis entscheiden und nicht zu einer anderen Zahnarztpraxis wechseln? Die Antwort auf diese Frage ist weder einfach noch schnell zu beantworten. Bieten viele Praxen im Umfeld ähnliche oder vergleichbare Leistungen an, könnte eine Strategie sein, genau das Gegenteil davon anzubieten. Pragmatisch ein Beispiel: Gibt es viele Großpraxen in einer Region, ist die Überlegung sinnvoll, eine kleine Praxis mit einem klaren Schwerpunkt zu etablieren. Beziehen Sie eine klare Position, die sich von anderen Praxen abgrenzt. Mit Sicherheit ein Baustein für den Praxiserfolg: Erfolgreiche Menschen, Organisation, Unternehmen oder auch Praxen unterscheiden sich immer von der Masse.

Mehr dazu: Dr. Sebastian Schulz beim GründerForum am 02.07.2021

9. Zahlen zeigen die Wahrheit

Leider kennen zu wenige der Zahnärztinnen und Zahnärzte die eigenen Erfolgskennzahlen der Praxis. Aber: Mit dem Wissen um die wichtigsten Kennzahlen haben Sie immer den Erfolg der Praxis im Blick und steuern die Praxis in eine erfolgreiche Zukunft. Die Zahlen werden Ihnen zeigen, ob Sie sich auf dem richtigen Weg zu Ihren Zielen befinden.

Mehr dazu: Christian Brendel beim GründerForum am 02.07.2021

10. Teilnehmen und mit der eigenen Praxis durchstarten

Das GründerForum am 02.07.2021 bietet Existenzgründer:innen eine neue Plattform, um Erfolgsfaktoren und Wege aufzuzeigen, die eigene Praxis erfolgreich aufzustellen. Das Ziel: Austausch von Gleichgesinnten und langfristige Begleitung der Gründung. Profitieren Sie von Expert:innen aus den Bereichen Personal, Finanzen, Marketing und Organisation. Also los: Dabei sein und durchstarten!

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Praxismarketing für Praxisgründer Expertentipp ieQ health und Dampsoft

Dr. Sebastian Schulz, Marketing-Experte im Gesundheitswesen, nennt vier gute Gründe, das Praxismarketing von Anfang an professionell zu gestalten. Diese Tipps sollten Existenzgründer:innen bei einer Neugründung oder Praxisübernahme beachten, um erfolgreich mit der eigenen Zahnarztpraxis durchzustarten.

1. Die Suche nach einer Arztpraxis läuft digital ab

94 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung nutzen das Internet, ganze 72 Prozent davon sind sogar täglich im Netz unterwegs. In den letzten Jahren nimmt insbesondere die für Zahnmediziner:innen spannende Zielgruppe der Über-60-Jährigen rasant zu. Internetnutzer:innen greifen vermehrt über das Smartphone zu und erwarten professionelle, mobil-optimierte Websites, schnelle Kontaktmöglichkeiten und Online-Terminbuchung.

2. Vorher-Nachher-Bilder und Patientengeschichten überzeugen

Das Heilmittelwerbegesetzt (HWG) ist maßgeblich für das, was im Praxismarketing erlaubt ist. Es wurde bereits vor Jahren spürbar gelockert. Seitdem sind in Industrie und Handel häufig verwendete Maßnahmen wie Vorher-Nachher-Bilder, Patientengeschichten oder Empfehlungen erlaubt. Sie wirken besonders anschaulich und verständlich.

3. Patient:innen bewerten eine Praxis nach eigenen Maßstäben

Patientenzufriedenheit ist in aller Munde, aber warum ist sie so wichtig? Patient:innen verfügen in der Regel über keine zahnmedizinischen Fachkenntnisse, mit denen sie die Kompetenz eines Praxis-Teams bewerten könnten. Sie orientieren sich stattdessen an Maßstäben, die sie persönlich beurteilen können: Sauberkeit und Hygiene, Design und Ambiente, Service und Patientenkommunikation. Sie bewerten zum Beispiel, ob Praxis-Homepage und Printmedien professionell wirken, sie eine verständliche Behandlungsaufklärung erhalten und die Terminvereinbarung reibungslos funktioniert.

4. Kommunikation schafft Vertrauen

Patient:innen informieren sich über Behandlungsmethoden meist erst dann, wenn sie selbst betroffen sind. Eine gute Zahnarztpraxis informiert nicht nur akut vor Ort, sondern auch präventiv online: auf der Praxis-Homepage und in sozialen Medien. Kommunikation schafft Nähe, sorgt für Vertrauen durch Expertise und stärkt die Patientenbindung. Professionelles Praxismarketing sorgt dafür, dass die eigenen Inhalte im Netz von den Patient:innen gefunden werden.

Gründer-Tipp von ieQ-health

Egal ob Neugründung oder Praxisübernahme: an einem professionellen Marketingkonzept für die eigene Praxis kommt man nicht vorbei. Marketing-Experte der ieQ-health GmbH & Co. KG, Dr. Sebastian Schulz, rät daher, fünf bis sechs Monate vor der Eröffnung ein stimmiges Konzept zu entwickeln. Die Zeit sollte man sich nehmen, denn es gilt einige Fragen zu klären:

/ Wer sind die relevanten Zielgruppen und wie werden sie angesprochen?

/ Wie soll das Corporate Design aussehen?

/ Welche Informationen müssen auf der Homepage zu finden sein?

/ Welche Social-Media-Kanäle sollen genutzt werden?

/ Welche Printprodukte werden benötigt?

Neben Konzept, Design und Inhalt müssen rechtliche Rahmenbedingungen unbedingt beachtet werden. Auf den Dentalmarkt spezialisierte Agenturen können ein einheitliches Praxiskonzept entwickeln und so für ein stimmiges Gesamtbild sorgen, dass Patient:innen überzeugt.

Gemeinsam auf Erfolgskurs

Dampsoft bietet für angehende Existenzgründer:innen digitale Kennenlern-Webinare an. Der nächste Termin findet am 11. Juni von 14 bis 16 Uhr statt. Teilnehmende erfahren alles zu den Leistungen des Existenzgründungs-Pakets von Dampsoft. Dazu gehörten ein exklusiver Kundenservice, ein starkes Partnernetzwerk und Software-Lösungen für einen digitalen Praxisworkflow. Machen Sie den ersten Schritt und nehmen Sie am 02.07.2021 am GründerForum teil.

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5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit in Ihrer Zahnarztpraxis

Nachhaltigkeit ist längst mehr als nur ein Modebegriff. Denn auch Zahnarztpraxen können ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern. Schon mit ganz wenigen Änderungen machen Sie Ihre Praxis zum leuchtenden Beispiel für die junge Generation – haben zugleich ein schlagkräftiges Argument, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Lesen Sie im nachfolgenden Beitrag, mit welchen 5 Maßnahmen Ihre Praxis nachhaltiger wird.

Tipp 1: Plastik reduzieren

Müllberge aus Verpackungen und Plastikstrudel in den Weltmeeren verdeutlichen, dass Plastikabfälle das größte aktuelle Müllproblem darstellen. Sie als Zahnarzt können dazu beitragen, dass dieser Müllberg nicht noch weiter anwächst. So können anstelle der üblichen Plastikbecher für die Mundspülung höherwertige Glas- oder beschichtete Pappbecher verwendet werden. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern sieht zugleich viel wertiger aus.

Falls aus hygienischen oder rechtlichen Gründen doch Einwegartikel verwendet werden müssen, sollten besonders umweltschädliche Kunststoffe vermieden werden: Statt PVC mit gesundheitsgefährdenden Weichmachern können ökologisch unbedenklichere Materialen wie Polyethylen bevorzugt werden – etwa bei Absaugkanülen oder Einmalhandschuhen.

Tipp 2: Ökostrom verwenden

Zahnarztpraxen haben einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch – selbst energieoptimierte medizinische Geräte, verbrauchsreduzierte Computer und energieeffiziente LED-Leuchten haben in der Summe einen großen Energiehunger. Daher macht es ökologisch einen gewaltigen Unterschied, ob dieser Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt oder nicht.

Am nachhaltigsten ist Strom, der von einem „echten Ökostromanbieter“ angeboten wird. Dies bedeutet, dass der Anbieter Ökostrom zu 100 % aus erneuerbaren Energien bereitstellt, den nachhaltigen Ausbau von erneuerbaren Energien in Deutschland fördert und dass er unabhängig gegenüber konventionellen Stromherstellern ist, die Kohle, Atom und Öl im Portfolio haben.

Seit mehr als 20 Jahren erfüllen diese Kriterien die Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy sowie Naturstrom.

Tipp Nr. 3: Digitaler arbeiten

Wenn auch Zahnarztpraxen heute zumindest teilweise digital arbeiten, besteht bei den meisten in dieser Hinsicht noch „Luft nach oben“ – etwa bei der Patientenaufklärung. Mit der Athena-App, dem digitalen Aufklärungsprogramm von Dampsoft, werden alle Patientendaten digital erfasst und in die Praxissoftware übertragen – voll­automatisch und medienbruchfrei. Die App bietet zudem eine kontaktlose Erhebung der Anamnese, mit der die Patienten bereits vor Eintreffen in der Praxis ihre Daten bequem online eingeben können.

Auch beim Thema Röntgen können Sie als Zahnarzt der Umwelt zuliebe auf digitale Technologie setzen. Digitales Röntgen kommt nicht nur ohne umweltbelastende Entwickler- und Fixierflüssigkeiten aus, sondern schont auch die Gesundheit Ihrer Patienten.

Tipp Nr. 4: Lagerhaltung optimieren

Unübersichtliche Lager von Zahnarztpraxen können dazu führen, dass Verfallsdaten überschritten werden. Die Folge: Verbrauchsmaterial muss weggeworfen werden. Lagerbestände sollten daher übersichtlich organisiert sein. Hilfreich sind hierbei moderne digitale Systeme zur Materialverwaltung. Sie sollten automatische Bestandsmeldungen abgeben und Bestellvorschläge machen. Dies optimiert die Lagerhaltung, zudem werden menschliche Fehler vermieden. Hierdurch reduzieren sich suboptimale und übergroße  Materialsammlungen, zugleich erhöht sich die Versorgungssicherheit: Sie haben als Zahnarzt sämtliche Vorräte im Blick und können entsprechend disponieren. Eine entsprechende Software-Lösung bildet z. B. die Erweiterung DS-Win Material.

Tipp Nr. 5: Reden Sie drüber!

Wer als Zahnarzt eine nachhaltige Praxis betreibt, schont in erster Linie die Umwelt. Doch warum nicht Ihr Umweltbewusstsein offensiv als Marketing-Instrument nutzen? Der sorgfältige Umgang mit Ressourcen ist gerade für jüngere Mitarbeiter sehr wichtig. Wenn Sie als Praxischef entsprechend wirtschaften und dies im Gespräch mit Patienten und auf Ihrer Webseite und Ihren Social-Media-Profilen auch kundtun, werden Sie bald merken, dass sich Nachhaltigkeit in vielerlei Hinsicht lohnt.

Fazit

Schon mit den genannten Maßnahmen stellen Sie Ihre Praxis nachhaltig auf. Sie müssen nicht auf den großen Wurf oder die geniale Idee warten – starten Sie einfach morgen mit der ersten Maßnahme und gehen Sie Schritt für Schritt voran. Und vergessen Sie nicht den Marketing-Aspekt, der Ihrer Praxis im Wettbewerb um die besten Fachkräfte einen Vorsprung verleiht.