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erezept für zahnarzt keine pflicht

Einem Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) an die Gesellschafter der gematik zufolge wird die für den 1. Januar 2022 gesetzlich vorgegebene verpflichtende Einführung der elektronischen Arzneimittelverordnung (eRezept) abgesagt. Demnach seien die Ergebnisse bisheriger Tests unzureichend und die flächendeckende technische Verfügbarkeit der Telematik-Anwendung bislang nicht erreicht. Das eRezept solle zunächst weiter getestet werden, bevor es in der Versorgung flächendeckend umgesetzt werde.

Mehr dazu können Sie der Pressemitteilung der KZBV vom 21.12.2021 entnehmen:
https://www.kzbv.de/pressemitteilung-vom-21-12-2021.1563.de.html

Dampsoft stellt eRezept zum 01.01.2022 bereit

Trotz dieser neuen Entwicklung wird Dampsoft die eRezept-Funktion zum 01.01.2022 technisch ausliefern, diese aber zunächst inaktiv schalten. In der marktführenden Zahnarzt-Software DS-Win wird den Kunden eine Hinweismeldung angezeigt, wonach diese Funktion dann für den Praxisalltag verfügbar sein wird, sobald alle Voraussetzungen für den flächendeckenden Rollout geschaffen wurden. Alle wichtigen Fragen und Antworten zum eRezept für Dampsoft-Kunden lassen sich im FAQ nachlesen.

ePa-Sanktionen vorerst ausgesetzt. e-health

Kurz vor dem Stichtag am 1. Juli zur verpflichtenden Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA), gab das Bundesgesundheitsministerium eine Ausnahme der Sanktionen bekannt. Einige Hersteller konnten Zahnarztpraxen nicht pünktlich beliefern, was den flächendeckenden Start der ePA unmöglich machte. Zahnarztpraxen sollten sich trotzdem nachweislich um die Beschaffung der benötigten Komponenten kümmern.

Bundesgesundheitsminister verspricht Aussetzen der ePA-Sanktionen bei Unverschulden

Seit dem 1. Januar stellen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten auf Wunsch eine ePA zur Verfügung. Viele Zahnarzt- und Arztpraxen konnten diese Akten bis vor Kurzem jedoch noch nicht befüllen oder einsehen, weil die dafür nötigen Komponenten, insbesondere das Konnektor-Update und die Anpassung der Praxisverwaltungssoftware (PVS), noch nicht zur Verfügung standen. Mittlerweile unterstützen alle Konnektor-Hersteller die ePA.

Die Sanktionen könnten ausgesetzt werden, „wo objektiv eine Umsetzung nicht geleistet werden kann“, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf dem Deutschen Ärztetag am 4. Mai 2021 zugesichert. Deshalb geht die KZBV bis auf Weiteres davon aus, dass der Gesetzgeber es duldet, dass Praxen nicht sanktioniert werden, die die Frist unverschuldet nicht einhalten konnten.

Abwarten schützt nicht vor Sanktionen

Doch was genau bedeutet „unverschuldet“? Es gibt keine formelle Stellungnahme des Bundesgesundheitsministeriums, die eine Aussetzung der Sanktionen genau regelt. Daher empfiehlt die KZBV, dass sich Zahnarztpraxen nachweislich um die Beschaffung der erforderlichen Dienste und Komponenten bemühen sollten, um nicht unter die möglicherweise doch gesetzlich verankerten Sanktionen zu fallen.

Dies trifft zum Beispiel auf etwa 50 % der deutschen Zahnarztpraxen zu, die bisher noch keinen eHBA bestellt haben. Dieser zählt zu den notwendigen Komponenten für die ePA.

Auch Dampsoft empfiehlt allen noch unentschlossenen Zahnärzt:innen, sich zeitnah – bis spätestens zum 01.10.2021 – für den Einsatz der ePA zu entscheiden. Mit der Produkterweiterung e-health können DS-Win-Anwender alle notwendigen Anforderungen abdecken und sich vor Honorarabzügen schützen.

Die Weichen sind gestellt: ePA ab Q4-2021 flächendeckend einsatzbereit?

Aus Sicht der gematik sind mittlerweile die technischen Weichen für die bundesweite Einführung der ePA gestellt: Alle Arztpraxen und Krankenhäuser könnten in den nächsten Wochen das Update für ihren Konnektor installieren. Die Updates des Konnektors und des PVS sind notwendig, um die ePA nutzen zu können.

Auch wenn die Umsetzung der technischen Voraussetzung auf derb Zielgeraden ist, so stellt sich noch die Frage, ob die ePA auf Seiten der Patient:innen in 2021 überhaupt schon von Interesse ist. Aktuell haben sich erst 1 % der Kassenpatient:innen die ePA freischalten lassen. Vermutlich ändert sich dies, sobald u. a. das Zahnbonusheft in der ePA abgebildet werden kann.

Alles startklar? Tipps von Dampsoft

Die Zahnarztpraxen, die sich für das e-health-Paket von Dampsoft sowie den RISE-Konnektor entschieden haben, sind technisch bestens vorbereitet. In unserer Checkliste erklären wir ausführlich, welche Hard- und Softwarekomponenten Sie für den Anschluss an die TI berücksichtigen müssen.

e-health und KIM online bestellen
kim ds-win damposft und rise

Auf die ePA folgt die eAU-Pflicht ab 1. Oktober 2021! Mit der eAU ist es Zahnärzten in Zukunft möglich, die TI-Anwendung „KIM“ zu nutzen. Durch unsere Partnerschaft mit RISE können wir Praxen mit dem DS-Win eine komfortable KIM-Lösung anbieten, die für einen vertraulichen und sicheren Austausch von Dokumenten und Nachrichten innerhalb der Telematikinfrastruktur sorgt. Mehr zu KIM erfahren Sie im folgenden Gastbeitrag von Daniela Glatz, Projektmanagerin e-health (RISE GmbH).

Was genau ist KIM?

Nun ist es soweit: Seit dem 1. Juli 2021 ist die elektronische Patientenakte (ePA) verpflichtend für Zahnärzt:innen und alle Leistungserbringer des deutschen Gesundheitswesens. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Telematikinfrastruktur. Als Fachanwendung mit enorm hoher Reichweite steht als nächster Schritt ab 1. Oktober 2021 die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) auf dem Plan. Ab diesem Datum sind Zahnärzt:innen verpflichtet, die AU elektronisch über KIM an die Kassen zu senden. Damit wird es nun auch verbindlich/verpflichtend, die TI-Anwendung „KIM“ (Kommunikation im Medizinwesen) zu nutzen. Mit KIM kommunizieren medizinische Einrichtungen und Leistungserbringer aller Sektoren miteinander. Zahnärzt:innen können Patienteninformationen mit anderen behandelnden Ärzt:innen oder Gesundheitseinrichtungen teilen. Anders als per Post, Fax oder unverschlüsseltem E-Mail-Dienst werden sensible Gesundheits- und Patientendaten mit KIM sicher − vor Manipulationen und unbefugtem Zugriff geschützt − übermittelt.

Welche Vorteile erwartet die Zahnärzteschaft mit KIM? 

KIM ist nicht nur ein sicheres Verfahren zum Austausch sensibler Daten, sondern ein gutes Beispiel dafür, welche Potenziale in einer vernetzten und patientenorientierten Versorgung mit Hilfe digitaler e-Health-Lösungen liegen. Viele bislang analog oder in Papierform ablaufende Arbeitsschritte werden dadurch vereinfacht, medizinische Informationen liegen transparent und unmittelbar vor. Die Vernetzung aller medizinischen Akteure und relevanten Patientendaten durch Anwendungen wie KIM und ePA hat viele Potenziale, wobei das Wichtigste sicher darin besteht, einen positiven Impact auf den Behandlungserfolg zu haben – für Sie als Zahnärzt:innen sicher der wichtigste Effekt der Digitalisierung. Den ersten Anwendungen elektronischer Arztbrief (eAB) und eAU werden bald weitere folgen, wie etwa elektronische Beantragungs- und Genehmigungsverfahren, Heil- und Kostenpläne, Abrechnungen oder die Übermittlung von Röntgenbildern.

Dampsoft und RISE bieten Lösung für DS-Win

Zusammen mit unserem Partner RISE können wir Ihrer Praxis eine komfortable KIM-Lösung anbieten. Zur Nutzung von KIM benötigen Sie neben der Produkterweiterung e-health für Ihr DS-Win ein Konnektor-Update von RISE und einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA). Das und vieles mehr erfahren Sie mit unserer Checkliste!

e-health und KIM online bestellen
Checkliste e-health von Dampsoft

Ab 1. Juli. wird die elektronische Patientenakte (ePA) zur Pflicht. Haben Sie schon alle Hard- und Softwarekomponenten beisammen? Machen Sie den Test mit unserer e-health Checkliste und erhalten Sie nützliche Informationen für den Anschluss Ihrer Praxis an die TI!

Was benötigt Ihre Praxis?

Für den Anschluss an die Telematik-Infrastruktur benötigt Ihre Zahnarztpraxis verschiedene Hard- und Softwarekomponenten wie den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), den elektronischen Praxisausweis (SMC-B), einen Konnektor (inkl. Update), einen VPN-Zugangsdienst, KIM-Dienst etc. Für die TI-Anwendungen benötigen Sie zwingend einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) bzw. als Zahnarzt den elektronischen Zahnarztausweis (eZAA). Der sollte spätestens dann vorliegen, wenn die TI-Anwendung für Sie zur Verpflichtung werden. So werden ab 1. Juli 2021 die elektronische Patientenakte (ePA) und ab 1. Oktober 2021 die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zur Pflicht. Ist Ihre Zahnarztpraxis darauf vorbereitet? Wir haben eine e-health Checkliste entwickelt, mit der Sie einen Überblick und einen Leitfaden erhalten – über alles, was Sie jetzt für Ihren Anschluss und die Anwendungen innerhalb der TI brauchen, oder noch benötigen. Dampsoft unterstützt Sie mit digitalen Lösungen, persönlichem Service und einem starken Partnernetzwerk.

Was bringt Ihnen das alles?

Ganz ehrlich? Lesen Sie, was Dr. Andrej Teterin, Geschäftsbereichsleiter Produktmanagement & e-health bei Dampsoft, in seinem Kommentar schreibt: „Mit den neuen Fachanwendungen und der ePA kommen demnächst ‚echte‘ bzw. spürbare Mehrwerte für die Praxis und den Patienten in der Versorgung an. Mit der eAU werden bislang manuelle und ressourcenaufwändige Arbeitsprozesse − Formulare bestellen, bedrucken, an den Patienten übergeben, per Post (inkl. Portokosten) an die Krankenkasse verschicken – nahezu vollständig digitalisiert. Das spart Zeit und Geld und Nerven – weil es schon bald egal sein wird, ob der Drucker kaputt oder das Papier alle ist (…)“ Mehr dazu in unserer Checkliste!

 

Der Bedarf nach Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen durch die Digitalisierung von Informationsprozessen wird in Zeiten einer Pandemie noch deutlicher. Der Grundstein für die Telematikinfrastruktur (TI) ist bereits gelegt. Nun geht es mit großen Schritten an die medizinischen Anwendungen weiter voran.

ZWEI GRÖSSEN – EIN ZIEL: DIGITALE ZAHNÄRZTLICHE VERSORGUNG
Aufbauend auf guten gemeinsamen Erfahrungen beim Anschluss tausender Zahnarztpraxen an die TI, haben sich Dampsoft und RISE dazu entschlossen, in Zukunft noch enger und abgestimmter die Digitalisierung der zahnärztlichen Versorgung im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft zu gestalten. Dampsoft als Lösungsanbieter und Hersteller für Zahnarzt-Software mit breitem Marktzugang und RISE als Hochtechnologieanbieter mit besonderer Expertise in der Entwicklung technischer IT-Infrastrukturlösungen möchten ihre Kompetenzen zum Wohle der Zahnarztpraxen noch enger bündeln und abgestimmt agieren. „Als Familienunternehmen ist uns immer besonders wichtig, dass wir Veränderungen frühzeitig und zugleich mit Augenmaß angehen. Im Kern muss es immer um eine verbesserte zahnärztliche Gesundheitsversorgung gehen. Deshalb ist RISE genau der richtige Partner für uns. Diese Partnerschaft wird dazu beitragen, dass wir Zahnmedizinern und deren Teams noch zufriedener machen können“, sagt Janosch Greifenberg, geschäftsführender Gesellschafter der Dampsoft GmbH.

FOKUS AUF USABILITY FÜR ANWENDER
Als erster Schritt dieser Kooperation wurde nun die Entwicklung einer einzigartigen, passgenauen Lösung für die digitale Kommunikation im Medizinwesen (kurz: KIM) für Dampsoft-Kunden vereinbart. Weitere Medizinanwendungen für Zahnärzte in der TI sind geplant. Mit KIM wird die sichere, digitale, berufsübergreifende Kommunikation der Beteiligten im Gesundheitswesen von Morgen ermöglicht. Zahlreiche, bislang manuelle und analoge Transaktionen werden in die Telematikinfrastruktur hineinverlagert. Langfristig wird dieses Tool für weitere Berufsgruppen im Gesundheitswesen beispielgebend sein. Besonderes Augenmerk legen die Partner dabei auf aufwandsarme, schlanke Registrierungs- und Installationsprozesse in den Praxen sowie eine hohe Usability. Damit werden ein flächendeckender Rollout und eine hohe Verbreitung digitaler Lösungen im Gesundheitswesen ermöglicht.

Die jahrzehntelange Erfahrung beider Partner wird den Zahnarztpraxen auch beim Betrieb der KIM-Lösung zugutekommen. Nicht zuletzt werden auch die Patientinnen und Patienten die Vorteile derartig neuer, digitaler Lösungen spüren und nutzen können. Prof. Dr. Thomas Grechenig, Gründer und Geschäftsführer der RISE Forschungs-, Entwicklungs- und Großprojektberatung GmbH, sieht die Partnerschaft deshalb als Chance: „Das Haus Dampsoft ist mit seinem gleichzeitig erfahrenen und digital-affinen Team von Kopf bis Fuß auf hohe Niveaus an Service, Innovation, Zukunftsfähigkeit und Verlässlichkeit ausgerichtet und damit ein perfekter Partner für RISE, um digitale Technologien wie ePA und KIM für die Zahnärzte als auch deren Patientinnen und Patienten alltäglich, einfach und natürlich nutzbar zu machen.“