Das e-Zahnbonusheft kommt − mit Vorteilen für Zahnärzte und Patienten

eBonusheft

Ende November wurde unter Aufsicht der gematik das erste elektronische Zahnbonusheft aus dem DS-Win an eine elektronische Patientenakte erfolgreich übermittelt. Ein weiterer Meilenstein für die Telematikinfrastruktur − insbesondere zur Digitalisierung der zahnärztlichen Versorgung − ist erreicht und sorgt für echte Mehrwerte.

Zahnärzte und Patienten gleichermaßen dürften erleichtert aufatmen, wenn 2022 das elektronische Zahnbonusheft (kurz: e-Zahnbonusheft) kommt und ihnen so manches Unbehagen in Zukunft erspart bliebe. Aber eins nach dem anderen: Am 26. November 2021 wurde das erste digitale Zahnbonusheft innerhalb der Telematikinfrastruktur an eine elektronische Patientenakte (kurz: ePA) übermittelt. Bei dem Testlauf unter Aufsicht der gematik wurde das sogenannte Medizinische Informationsobjekt (kurz: MIO) volldigital aus der Praxisverwaltungssoftware DS-Win mittels eines TI-Konnektors an ein Aktensystem für Krankenkassen (Hersteller jeweils: RISE GmbH) übertragen, empfangen und in der Patientenakte fehlerfrei abgelegt. Das stellt einen weiteren Meilenstein für die Digitalisierung der zahnärztlichen Versorgung dar und hat darüber hinaus eine unmittelbar positive Auswirkung auf die Patientenversorgung.

Zur Bedeutung des Zahnbonusheftes für die Digitalisierung der Zahnmedizin

Das Patientendaten-Schutz-Gesetz gibt Patienten ab dem 01.01.2022 zahlreiche erweiterte Möglichkeiten zur Nutzung der elektronischen Patientenakte. Die Leistungserbringer sind aufgefordert, diesem Wunsch der Patienten nachzukommen. Damit die ePA auch mit Informationen gefüllt wird, haben Patienten einen Anspruch darauf, dass Ärztinnen und Ärzte Daten in die ePA eintragen. Hierzu gehört ab 2022 auch das elektronische Zahnbonusheft. Für die Patienten bleibt die Nutzung der ePA und folglich des Zahnbonusheftes weiterhin freiwillig.

Nicht nur zur Erhaltung der Zahngesundheit sollten Versicherte jährlich zur Zahnkontrolle gehen. Regelmäßige Vorsorge spart Geld, wenn ein Zahnersatz fällig wird und das Bonusheft lückenlos gefüllt ist. Für jede Kontrolluntersuchung in der Zahnarztpraxis erhält der Versicherte bislang einen Stempel im gedruckten Zahnbonusheft. Können Versicherte für fünf Jahre diese Stempel nachweisen, erhalten sie beispielsweise bei einer Zahnersatzbehandlung einen höheren Kostenzuschuss von der Krankenkasse.

Mit dem digitalen Zahnbonusheft in der ePA wird die Versorgung nun patientenfreundlicher, weil der Patient sein Bonusheft quasi nicht mehr vergessen oder verlieren kann, sondern es stets digital in der ePA verfügbar ist. Unmittelbar nach der Behandlung kann der Eintrag in die ePA durch die Praxis vorgenommen werden. Unnötige Ersatzbescheinigungen oder zeitaufwändige Nacheintragungen werden vermieden. Bei einem Zahnarztwechsel oder Umzug kann auch der neue Zahnarzt mit Einwilligung des Versicherten auf das e-Zahnbonusheft zugreifen und dieses fortführen. Ein digitales zahnärztliches Bonusheft kann Mehraufwand sowohl für den Versicherten als auch für den Zahnarzt reduzieren.

Telematik-Anwendungen von Dampsoft

Mit dem erfolgreichen Testlauf zum elektronischen Zahnbonus konnte Dampsoft die hohe Funktionalität seiner TI-Lösung unter Beweis stellen. Die Produkterweiterung e-health für die Praxisverwaltungssoftware DS-Win ermöglicht Zahnarztpraxen die vollumfängliche und komfortable Nutzung aller aktuellen und künftigen TI-Anwendungen.