Zum Inhalt springen
Praxis KI ATHENA

Künstliche Intelligenz im Praxisalltag: Was Zahnärzte berichten

28.08.2026 Lesezeit 5 Minuten

Innovationsforum

Künstliche Intelligenz hält Einzug in den Praxisalltag von Zahnärzten. Zwei von ihnen berichteten live beim DAMPSOFT Innovationsforum was der KI-Röntgencheck von ATHENA mit sich bringt. Wir haben die wesentlichen Ergebnisse des Panel Talks zusammengefasst.

KI im Behandlungszimmer: Wie ATHENA KI die Arbeit von Zahnärzten verändert

Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein Trendthema auf Kongressen – KI ist im Arbeitsalltag von Zahnärzten angekommen. Beim DAMPSOFT Innovationsforum stellte Dr. Frauke Wiegand, Leiterin der Produktlinie ATHENA, den KI-Röntgencheck vor. Im anschließenden Panel Talk berichteten zwei erfahrene Zahnärzte aus erster Hand, wie diese Lösung sie heute schon unterstützt und welches Potenzial in ihr steckt. Ein Rückblick auf einen Abend, der zeigte, dass es für eine fachliche Zweitmeinung manchmal nur wenige Sekunden braucht.

Wie ATHENA KI funktioniert

Anhand eines Fallbeispiels erläuterte Dr. Frauke Wiegand anschaulich die Funktionsweise von ATHENA KI, einer KI-basierten Software zur strukturierten Darstellung des Zahnstatus anhand von Röntgenbildern auf dem Tablet: Nach dem Import eines OPGs, einer Bissflügelaufnahme oder eines Zahnfilms wird die Aufnahme analysiert. Dabei wird sie mit einer großen Datenbasis aus bereits befundeten Röntgenaufnahmen verglichen. Zahntypen, vorhandene Restaurationen wie Füllungen, Kronen, Brücken oder wurzelkanalbehandelte Zähne sowie auffällige Strukturen werden automatisch farblich markiert.

Erfahrungen aus der Praxis

Im Anschluss übergab Wiegand das Wort an zwei Zahnärzte, die über längere Erfahrungen mit ATHENA KI verfügen und darüber aus ihrem Praxisalltag berichteten. Vanessa Neroch, niedergelassene Zahnärztin aus Berlin, erzählte, wie sie in ihrer Einbehandler-Praxis ATHENA KI als „stummen Kollegen“ einsetzt: Bei jedem Röntgenbild, das sie sich von einem Patienten anschaut, lässt sie „parallel die KI durchlaufen“ und schaut sich zusammen mit ihm die Ergebnisse an: „Ich erkläre dann, was sieht die KI, was sehe ich, was müssen wir gegebenenfalls auf Beobachtung setzen und wo haben wir definitiv eine Läsion, die wir behandeln müssen?“ Die Patienten finden das spannend und hätten sich schnell an die KI gewöhnt.

Anhand von Praxisbeispielen zeigt Dr. Marko Schauermann, Zahnarzt und Implantologe aus Köln, welchen Mehrwert ATHENA KI bei seiner täglichen Diagnosearbeit bereits bieten konnte: die Software hilft, alle Zähne gleichzeitig im Blick zu behalten, Untersuchungen gezielt zu vertiefen sowie relevante Befunde automatisiert zu dokumentieren und im weiteren Verlauf zu überwachen. Besonders bei skeptischen Patienten würde die anschauliche Darstellung auf dem iPad helfen, um den zahnärztlichen Befund zu stützen.

Bei der Antwort auf die Frage, ob und wie ATHENA KI die Arbeit der Zahnärzte verändert habe, waren sich beide einig, dass die klinische Erfahrung unverzichtbar bleibt. Neroch: „Wir dürfen nicht vergessen, wir haben ja auch immer noch den echten Menschen vor uns. Da kann man noch mal genauer hingucken, abtasten und abklären (…) Man kann sich nicht ausschließlich darauf verlassen, dass die KI das schon richten wird, sondern wir sind immer noch Ärzte und so sollten wir auch agieren.“

Die Fragen aus der anschließenden Diskussion mit dem Publikum bezogen sich auf die rechtssichere Dokumentation der KI-Befundung und den Umgang mit falsch-positiven Markierungen bis hin zu „Über-Therapie“. Dr. Schauermann erklärte, dass er die KI als unterstützendes Werkzeug einsetze, das ihm einen „Weckruf“ erteilen könne, noch genauer zu untersuchen.

Fazit: KI als Assistenz, nicht als Autopilot nutzen

Beide Praxisberichte liefen auf denselben Befund hinaus: KI-Systeme können den Praxisalltag von Zahnärzten entlasten und die Arzt-Patienten-Beziehung stärken. So hilft ATHENA KI beispielsweise dabei, Auffälligkeiten auf Röntgenbildern zu dokumentieren und Befunde sichtbar zu machen, die aufgrund feiner Graustufenunterschiede oder unscheinbarer Veränderungen leicht übersehen werden könnten. Diagnose und Therapieentscheidung bleiben jedoch weiterhin Aufgabe des behandelnden Zahnarztes. Gleichzeitig bietet die KI eine visuelle Darstellung, die Befunde für Patienten verständlicher macht und das Vertrauen in die vom Zahnarzt vorgeschlagene Behandlung stärken kann. Im Praxisalltag zeigt sich bereits ein konkreter Nutzen durch Zeitersparnis, eine verbesserte Dokumentation und zusätzliche Unterstützung bei Unsicherheiten. Dennoch stößt die Technologie an Grenzen, etwa wenn die Qualität der zugrunde liegenden Röntgenbilder, z. B. durch Überlagerungen, nicht ausreicht.

Sowohl die beiden Praktiker als auch die Softwareexpertin waren sich am Ende des Abends einig: Der größte Mehrwert entsteht im Zusammenspiel von menschlicher Expertise und KI-gestützter Analyse, bei dem beide Stärken optimal miteinander kombiniert werden. Die Zukunft der Röntgen-KI liegt in der Verlaufsbeobachtung und der Kombination mit anderen patientenspezifischen Daten.

Referentin Dr. Frauke Wiegang beim DAMPOSFT Innovationsforum
Über die Referentin

Dr. Frauke Wiegand

Als Leiterin der Produktlinie ATHENA bei DAMPSOFT entwickelt sie digitale Lösungen für Anamnese, Aufklärung und Patientenkommunikation. Im Fokus stehen praxisnahe Funktionen und KI-basierte Unterstützung für die Patientenkommunikation.

Athena App

Jetzt ATHENA KI kennenlernen

Sie möchten den KI-Röntgencheck mit eigenen Augen sehen? Unsere Experten freuen sich darauf, Ihnen ATHENA KI vorzustellen und Ihre Fragen direkt zu beantworten.

Josephine Kranenburg

Josephine Kranenburg, DAMPSOFT GmbH

Content Marketing Managerin

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Josephine Kranenburg intensiv mit Praxisgründung, Praxismanagement, Telematikinfrastruktur und Digitalisierung in der Dentalbranche. Für ihre Fachbeiträge im DAMPSOFT-Blog und in Verlagsmedien steht sie in engem Austausch mit Zahnarztpraxen, Praxisgründern sowie Branchenexperten.