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Praxis KI AIVA

KI in der Zahnarztpraxis: Dokumentation in Echtzeit

09.07.2026 Lesezeit 4 Minuten

Ein enormer Dokumentationsdruck und der zunehmende Fachkräftemangel haben ein kritisches Niveau erreicht. Neue KI-basierte Lösungen versprechen Abhilfe. Auf dem DAMPSOFT Innovationsforum gab Dr. med. dent. Martha Büttner einen exklusiven Einblick in die KI-Sprachdokumentation AIVA, die in die Praxissoftware DS4 und DS-WIN integriert ist. Wir fassen das Wesentliche für Sie zusammen.

Die leise Krise hinter dem Behandlungsstuhl

Viele Zahnärzte kennen es: Nachdem sich das Wartezimmer geleert hat und der letzte Notfall versorgt wurde, beginnt die Arbeit am Praxisrechner. Jedes Detail, das mit dem Patienten besprochen wurde, muss in die Patientenakte geschrieben werden. Manches muss auch erst aufwendig wieder in Erinnerung gerufen werden. Dieses Szenario kennt auch Dr. med. dent. Martha Büttner, Zahnärztin und Lead Product Manager AI bei DAMPSOFT. Beim Innovationsforum berichtete sie vom zunehmenden Leidensdruck in den Praxen und präsentierte eine Lösung, die das Fachpublikum aus Zahnärzten und Praxismitarbeitenden brennend interessierte.

Hoher Dokumentationsaufwand und steigender Fachkräftemangel

Laut einer Umfrage der KZBV zur Bürokratiebelastung in vertragszahnärztlichen Praxen fallen bis zu 14,5 Stunden pro Woche an Dokumentations- und Verwaltungsarbeiten an. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht mehr ausreichend Fachpersonal in den Praxen vorhanden ist. Tendenz steigend: Für das Jahr 2027 werden mehr als 11.000 fehlende ZFAs prognostiziert – im Jahr 2022 waren es noch unter 2.000 (IW). Somit müssen immer mehr Zahnärzte die Dokumentation selbst in die Hand nehmen – und das nicht selten parallel zur Behandlung. Der Konflikt, der sich daraus ergibt: Volle Konzentration auf das Gespräch mit dem Patienten oder auf die Dokumentation der Behandlung? Besonders brisant sei dies vor dem Hintergrund, so Büttner, dass die Dokumentation nicht nur Grundlage der Behandlungsplanung und Versorgung sei, sondern das wirtschaftliche Grundgerüst der Praxis bilde, denn im Zweifel gilt: „Was nicht dokumentiert ist, gilt als nicht erbracht.“

Die Lösung: KI-Sprachdokumentation

Für das dargestellte Problem stellte Dr. med. dent. Martha Büttner eine Lösung vor, die Zahnärzten und Teams in Zukunft Entlastung bringen soll. Mit der KI-basierten Sprachdokumentation AIVA von DAMPSOFT können Behandlungsgespräche erfasst werden und eine KI erstellt automatisch im Hintergrund eine strukturierte zahnmedizinische Dokumentation. Das Besondere: Nicht relevante Gesprächsinhalte wie private Plaudereien werden dabei herausgefiltert und eine patientenfreundliche Alltagssprache wird für die Dokumentation in die zahnmedizinische Fachsprache übertragen. Anhand von zwei fiktiven Behandlungsgesprächen demonstrierte Büttner, wie die Softwarelösung nahtlos in die Praxisverwaltungssoftware DS4 und DS-WIN integriert ist und die Dokumentation direkt in der jeweiligen Patientenakte erfolgt.

Datenschutz als zentraler Punkt

Dem sensiblen Thema „Datenschutz“, das sich auch in der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde mit dem Fachpublikum wiederfand, wurde ein zentraler Punkt eingeräumt. Büttner zeigte auf, welche Maßnahmen bei der Entwicklung von AIVA ergriffen wurden, um eine datenschutzkonforme Nutzung zu ermöglichen. Die Verarbeitung der Daten erfolgt ausschließlich auf Servern innerhalb der EU. Es werden keine Audioaufnahmen von Gesprächen gespeichert. Die KI-generierten Dokumentationsinhalte werden entsprechend gekennzeichnet. Es wird empfohlen, die Patienten mit den Datenschutzerklärungen der Praxis über die Anwendung zu informieren.

Die allgemeine Akzeptanz zur Nutzung von KI-Lösungen im Gesundheitswesen (laut einer Umfrage von Bitkom) wertet Büttner als positives Signal und demonstriert Offenheit für die Weiterentwicklung der neuen Produktlinie AIVA.

Fazit: KI-Sprachassistenz schließt Lücke zwischen Dokumentationsaufwand und Fachkräftemangel

Das DAMPSOFT Innovationsforum hat gezeigt, dass KI in der Zahnarztpraxis kein Zukunftsversprechen mehr ist. Sie ist angekommen und löst ein reales Problem: hoher Dokumentationsdruck, zu wenig Zeit, zu wenige Hände. Wer Behandlungsdokumentationen automatisch generieren lassen kann, gewinnt das Wertvollste zurück, was im Praxisalltag oft durch Zeitmangel in den Hintergrund rückt: volle Konzentration auf Patienten und deren Behandlung.

Der entscheidende Gewinn liegt aber nicht allein in der Zeitersparnis. KI-Assistenten wie AIVA schließen eine Lücke, die der zunehmende Fachkräftemangel reißt: Dokumentationsaufgaben, die bislang qualifiziertes Fachpersonal gebunden haben, laufen zunehmend automatisiert im Hintergrund – auch dann noch, wenn der Zahnarzt den Mundspiegel ein letztes Mal am Tag zur Kontrolle ansetzt.

Über die Referentin

Dr. med. dent. Martha Büttner

Als Zahnärztin mit Schwerpunkt KI in der Zahnmedizin verbindet sie medizinische Expertise mit technologischem Know-how. Bei DAMPSOFT verantwortet sie als Lead Product Manager AI die Entwicklung KI-basierter Innovationen.

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