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Praxis KI

KI in der Zahnarztpraxis: Was heute schon möglich ist und worauf Praxen achten sollten

01.09.2026 Lesezeit 5 Minuten

DAMPSOFT: KI in der Zahnarztpraxis – was heute schon möglich ist

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in Zahnarztpraxen – von der Unterstützung bei der Auswertung von Röntgenbildern und der Patientenkommunikation bis zur Dokumentation von Behandlungsgesprächen. Doch was davon ist im Praxisalltag tatsächlich sinnvoll? 

Dieser Beitrag gibt einen praxisnahen Überblick über aktuelle Einsatzmöglichkeiten von KI in der Zahnarztpraxis. Sie erfahren, wie KI und Automatisierungen beispielsweise bei der Patientenkommunikation und Behandlungsdokumentation eingesetzt werden können. 

Was bedeutet KI in der Zahnarztpraxis überhaupt?

Künstliche Intelligenz (KI) in der Zahnarztpraxis bezeichnet Software, die Informationen analysieren, Muster erkennen und bei bestimmten Aufgaben unterstützen kann. Je nach Anwendung verarbeitet KI zum Beispiel Texte, Sprache, Bilder oder strukturierte Daten. Sie kann Inhalte zusammenfassen, Informationen aufbereiten oder Vorschläge erstellen.

Welche Aufgaben kann KI in einer Zahnarztpraxis übernehmen? 

KI kann Zahnarztpraxen insbesondere dort unterstützen, wo Informationen analysiert, strukturiert oder wiederkehrende Arbeitsschritte vereinfacht werden. Mögliche Einsatzbereiche sind beispielsweise Bildanalyse, Dokumentation und Patientenkommunikation.

Entlastung entsteht jedoch nicht nur durch künstliche Intelligenz: Auch smarte Automatisierungen wie ein digitaler Erinnerungsservice können wiederkehrende organisatorische Aufgaben übernehmen und das Praxisteam im Alltag unterstützen. Die Verantwortung für medizinische Entscheidungen bleibt dabei stets beim Behandler.

Wo kann KI Zahnärzte und Praxisteams heute unterstützen?

In Zahnarztpraxen kann KI Zahnärzte und das Praxisteam beispielsweise bei der Dokumentation während der Behandlung, der Analyse und Visualisierung von Röntgenbildern, bei organisatorischen Aufgaben oder in der Patientenkommunikation unterstützen.

KI bei Röntgenbildern und Befunden

Wie eine solche Unterstützung konkret aussehen kann, zeigt der KI-Röntgencheck von ATHENA. Dabei werden relevante Strukturen im Röntgenbild visuell markiert. Das kann die Kommunikation mit Patienten erleichtern, weil Befunde anschaulicher besprochen werden können. 

Die KI ersetzt nicht das persönliche Gespräch. Sie unterstützt Zahnärzte dabei, Befunde verständlicher zu vermitteln. Die fachliche Einordnung und Beratung obliegen dem Behandler. 

Wie kann KI bei der Behandlungsdokumentation helfen?

KI kann bei der Behandlungsdokumentation unterstützen, indem sie Informationen strukturiert aufbereitet und dabei hilft, Dokumentationsprozesse effizienter zu gestalten. So kann das Praxisteam bei administrativen Aufgaben entlastet werden. KI-Sprachdokumentation kann beispielsweise die Dokumentation während der Behandlung deutlich erleichtern: Nach dem Start der Aufnahme werden gesprochene Informationen automatisch in Text umgewandelt und strukturiert aufbereitet. 

Wie funktioniert KI-Sprachdokumentation?

Die KI-Sprachdokumentation AIVA von DAMPSOFT ist für zahnärztliche Behandlungsgespräche konzipiert. Während des Gesprächs zwischen Zahnarzt und Patient wandelt sie das gesprochene Wort in Text um und erstellt daraus eine Zusammenfassung der medizinisch relevanten Informationen. Diese wird dem Nutzer zur Prüfung angezeigt. Die Aufnahme kann direkt aus dem DS4 oder DS-WIN gestartet werden. 

KI ist nicht fehlerfrei. Die KI-Sprachdokumentation AIVA ist ein unterstützendes technisches Hilfsmittel, das die Zahnärzte nicht von ihrer eigenen Prüfung und Verantwortung als Ärzte entbindet. Die Letztverantwortung liegt beim behandelnden Zahnarzt. 

Welche Aufgaben kann sie dem Praxisteam abnehmen?

Die KI-Sprachdokumentation AIVA erfasst Behandlungsgespräche, bereitet dokumentationsrelevante Inhalte strukturiert auf und überführt sie in die Behandlungsdokumentation. So lässt sich der Dokumentationsaufwand reduzieren. Die erstellte Dokumentation kann anschließend geprüft, bearbeitet oder ergänzt werden. Welche Entlastung tatsächlich möglich ist, hängt dabei vom eingesetzten System und den Praxisabläufen ab.  

Was muss der Zahnarzt weiterhin selbst prüfen?

Die Zahnärzte oder von ihnen bevollmächtigte Personen prüfen und validieren die Zusammenfassung auf inhaltliche Vollständigkeit und Richtigkeit. Die validierte Zusammenfassung kann in der Patientenakte gespeichert werden. In der Patientenakte kann diese korrigiert und ergänzt werden.  

Eine Dokumentation, die KI-basiert erstellt wurde, ist im Nachhinein als solche gekennzeichnet und entbindet den Zahnarzt nicht von seiner Verantwortung als Arzt. 

Wofür sollte generative KI nicht verwendet werden? 

Patientendaten sollten nicht in öffentlich zugängliche KI-Dienste eingegeben werden. Ebenso sollten medizinische Empfehlungen oder Diagnosen nicht ungeprüft aus den Antworten generativer KI-Systeme abgeleitet werden. Praxen sollten ihre Datenschutzvorgaben beachten und KI-Ausgaben grundsätzlich fachlich prüfen. 

Können KI und smarte Automatisierung die Patientenkommunikation verbessern?

KI kann die Patientenkommunikation unterstützen, indem sie komplexe Informationen verständlicher aufbereitet. Gerade bei Befunden kann eine visuelle Darstellung helfen, Zusammenhänge nachvollziehbarer zu erklären. Viele Patienten können beispielsweise Röntgenbilder ohne Erläuterung nur schwer einordnen. Hier kann KI unterstützen, indem relevante Strukturen auf dem Bild markiert und für das Beratungsgespräch aufbereitet werden. 

Aber auch smarte Automatisierungen können helfen: Funktionen wie die Online-Terminvergabe oder automatische Terminerinnerungen helfen dabei, Prozesse zu vereinfachen und das Praxisteam zu entlasten.  

Mit der DS4-Produkterweiterung „Digitale Patientenkommunikation“ können Patienten Termine online vereinbaren und per SMS oder E-Mail an bevorstehende Termine erinnert werden. So wird die Kommunikation verlässlicher, der organisatorische Aufwand sinkt und Terminausfälle können reduziert werden. 

KI kann das Praxisteam gezielt unterstützen, aber nicht ersetzen. Die fachliche Einordnung, individuelle Entscheidungen und der persönliche Kontakt zu den Patienten bleiben weiterhin Aufgaben der Menschen in der Zahnarztpraxis. 

Fazit 

Künstliche Intelligenz kann Zahnarztpraxen heute bereits in verschiedenen Bereichen unterstützen – von der Behandlungsdokumentation über die Analyse und Visualisierung von Röntgenbildern bis hin zur Patientenkommunikation. Gleichzeitig zeigt sich: Nicht jede digitale Entlastung ist automatisch KI. Auch Automatisierungen, etwa bei Terminbuchungen oder Terminerinnerungen, können dem Praxisteam im Alltag wertvolle Arbeit abnehmen. 

Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele KI-Lösungen einzusetzen. Viel wichtiger ist die Frage, an welchen Stellen sie einen konkreten Nutzen für Behandler, Praxisteams und Patienten schaffen.  

Genau an solchen Stellen wird deutlich, warum KI für Zahnarztpraxen interessant ist: nicht als Ersatz für Menschen, sondern als Unterstützung bei Aufgaben, die im ohnehin dichten Praxisalltag zusätzlich Zeit beanspruchen. 

Marisa Trippler, DAMPSOFT GmbH

Content Marketing Managerin

Mit fundierter Erfahrung im Content Marketing beschäftigt sie sich insbesondere mit der Digitalisierung der Dentalbranche. Ein fachlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf DS4. Im engen Austausch mit Branchenexpertinnen und -experten sowie Partnerunternehmen greift sie aktuelle Entwicklungen auf und bringt ihre Expertise in die redaktionelle Planung und Umsetzung vielfältiger Inhalte ein.